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    Heute zu Altweiber: Mer muss och jünne könne! Also her mit der Macht!

    Von duscha | 27. Februar 2014

    Als alte Weiber möchten wir euch auch in Berlin Altweiberfastnacht nicht vorenthalten. Schließlich gibt es eine kleine, aber bedeutende Minderheit in unserem Team, die das Rheinland alte Heimat nennt. Und schließlich  gehört in einigen Teilen der Republik der heutige Tag ganz den Frauen – ihrer Power, ihren Lüsten, Narreteien und „Frechheiten“. Seit 11:11 Uhr fetzen jedenfalls bei uns im Rheinland die „Möhnen“: Rathäuser werden gestürmt, Krawatten kastriert und zum Trost Bützche verteilt – gearbeitet wird wenig, getrunken viel. Klarer Fall von Revolte und Machtübernahme – alles nur zum Spaß und symbolisch natürlich.

    Dabei entstand die Tradition der „Weiberfastnacht“ durchaus mit dem realen Erkämpfen einer vormals ausschließlich männlichen Domäne, dem Karneval-Feiern mit allen Schikanen. Politisch hat Frau in Bonn schon 1824 gedacht: „Einen Tag im Jahr ruhte die Arbeit in den Beueler Wäschereien, und zwar am Donnerstag vor Karneval. 1824 schlossen sich die Beueler Wäscherinnen zum Alten Damenkomitee von 1824 e. V. zusammen, um eine Teilnahme am bislang rein männlichen Karneval zu erfechten. Während anderswo die Weiberfastnacht nur eine Vorfeier ist, wurde und blieb sie in Beuel die Hauptsache. Auch heute noch stürmt nach einem großen Weiberfastnachtsumzug die Beueler Wäscheprinzessin mit ihrem Damenkomitee das Beueler Rathaus und übernimmt symbolisch die Macht. Der Sturm auf das Rathaus wird vom WDR-Fernsehen live übertragen. Die Erstürmung der Rathäuser durch die Frauen ist in vielen Städten und Gemeinden im Rheinland und in Westfalen Tradition geworden.“(Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Altweiber)

    640px-Beueler_Damenkomitee_1900

    Beueler Damenkomitee 1900

    Das ist in Berlin ja soo anders. Hier bleibt  das Rathaus fest in Männerhand. Der Bürgermeister im roten Haus lebt  Narrenfreiheit und auf den Putz hauen  365 Tage im Jahr, 4 Jahre lang. Und dann beschleicht mein vernünftiges Ich noch ein alberner Gedanke: Wo ich als Teenager füher immer vor dem Gegröle und Gedränge der blauen Jecken in der Düsseldorfer Altstadt verächtlich Reißaus nahm, deucht mich jetzt: die totale preußische Karnevals Abstinenz ist doch auch wieder  trostlos.  Mer muss och jünne könne! – Wohlstandsparagraph im Rheinischen Grundgesetz. Auf das hat mich meine Chefin, als bekennde Rheinländerin, anlässlich des heutigen „Frauenkampftages“ dankenswerterweise eben hingewiesen.

    ren_finger

    Da hat sie wieder einmal ihre Führungs- und Verantwortungskompetenzen bewiesen – diesen Gesetzestext kannte ich noch gar nicht, und das obwohl er so grundlegend ist. Aber Wat soll dä Kwatsch/Käu? Zurück zur Arbeit. Wir sind schließlich in Berlin. Wat wells de maache?

     

     

    Topics: Community Kultur, Feminismus, Gut zu wissen | 1 Kommentar »

    Ein Kommentar to “Heute zu Altweiber: Mer muss och jünne könne! Also her mit der Macht!”

    1. Christine Arlt meint:
      5.März 2014 at 10:27

      das ist doch was…war was jewesen…!!!

      siehst gut aus mit dem Daumen hoch, liebe Renate
      beste Grüße
      Christine

      Kommt die eine oder andere von Euch am 14.3. zwsichen 14-19 Uhr ins Schöneberger Rathaus zur FrauenUnternehmen- Messe des UTS ? Eintritt frei u. ab 20 Uhr AfterWork – Tanz, zum Ausklang des Tages !
      würde mich freuen ,Dich mal wieder zu sehen!

    Kommentare