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Sieht gut aus! Plötzlich schön, plötzlich gut – dank Fotoretusche

Von Redaktion | 6. Juni 2012

 

Meist werden Bildbearbeitungs- programme wie Gimp oder Photoshop dazu genutzt, um Bilder zu optimieren, da war es zu dunkel, dort zu hell, schnell mal den Schatten weggemacht oder blitzlichtrote in strahlend-blaue Augen verwandelt.
Das Handwerkszeug bekommt ihr regelmäßig bei uns, z.B. Photoshop am 25.06.2012.

Etwas weiter gehen die Eingriffe, wenn es um Coverbilder geht. Angesichts der Dominanz der perfekten Bilder fühlt sich manche/r zu dick, zu dünn, zu blass – jedenfalls irgendwie „zu“. Unretouchiert kommt heute fast niemand mehr daher. Ein paar Klicks und die Haut sieht glatter, die Taille schlanker oder die Oberweite voluminöser aus. Einblicke in die Welt der digitalen Schönheits-OP gewinnt ihr in dem obenstehenden Youtube-Video.

Während Stars lediglich um ein einige Pfunde erleichtert und ein um paar Pickel ärmer gemacht werden, kann man an manch anderer Stelle, z.B. wenn Personen im Nachhinein aus dem Bild retouchiert werden, geradezu vom Betrug an den Betrachter/innen sprechen.

Die Bildmodifikation ist jedoch nicht neu. Bereits analog wurde an der Realität geschraubt, und zwar nicht nur an der Oberfläche: Wahrscheinlich habt ihr schon mal das Foto von dem sowjetischen Soldaten, der über dem Reichstag die Flagge zum Ende des 2.Weltkrieges hisst, gesehen. Auf dem hier gezeigten Original, einer Aufnahme des Kriegsberichterstatters Jewgeni Chaldei, trug der aufklimmende Soldat unten im Bild zwei Uhren, eine am rechten und eine am linken Arm. Bevor die Abbildung in den Druck ging, wurde eine Armbanduhr manuell mit einer Nadel weggekratzt. Schließlich sollte das Siegesbild nicht durch unschöne Gedanken an Plünderungen verdorben werden.

Digital geht die Modifikation schnell, sauber und diskret. Privat ist sowas übrigens legal und ihr könnt eure eigene Erinnerung ganz nach eurem Gusto gestalten und manipulieren: Die letzte Beziehung ist noch nicht ganz verarbeitet? Einfach mal den oder die Ex wegradieren!

 

Topics: Arbeitswelt & Weiterbildung, Gut zu wissen, PR, Marketing & Fundraising | Kein Kommentar »

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