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Linda ist gerettet und jetzt OpenSource

Von Redaktion | 28. Februar 2010

Nun ist es offiziell: Die Kartoffelsorte Linda, die sich insbesondere bei Bio-Kund/innen wegen Geschmack, Festigkeit und Farbe großer Beliebtheit erfreut, ist gerettet. Wir hatten bereits im Kontext von OpenSource-Software über die Praxis proprietären Saatguts berichtet und gratulieren nun herzlichst zur Rettung. Die Züchtung der Kartoffel, für die das Patent bei dem Saatgut-Unternehmen Europlant lag, sollte auf Wunsch des Unternehmens eingestellt werden. Das Unternehmen nannte die angebliche Krankheitsanfälligkeit als Grund für die Einstellung. Vermutet wurde jedoch, dass es an dem auslaufenden Patent der Knolle lag. Gezüchtete Pflanzenarten können für 30 Jahre patentiert werden, danach wird die Pflanze sozusagen „OpenSource“ und darf ohne Zahlung einer Lizenzgebühr von jeder und jedem angebaut werden. Damit hätte Europlant nichts mehr an Linda verdient, die Weiter-Existenz der Kartoffelsorte wäre für das Unternehmen also unattraktiv gewesen.

Nun aber hat das Bundessortenamt grünes Licht für die weitere Zucht der Kartoffel gegeben, die indessen nur noch heimlich im deutschen Heimatboden oder per Umweg über Schottland gezüchtet wurde.

Wir freuen uns auf mehr Linda auf Märkten und Tellern (und auf den Frühling).

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