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Menschen Googeln – you'll never walk alone

Von Redaktion | 5. Februar 2009

Google macht’s möglich: Ab sofort können und nicht nur SOKOs in Fernsehkrimis Verbrecher via GPS-Handy einfangen, auch Privatpersonen ist es nun möglich sich gegenseitig mittels Handy orten. Latitude heißt die neue Erweiterung von Google Maps, die es ermöglicht, den Aufenthaltsort von Menschen mit eingeschaltetem Handy genau zu bestimmen. Natürlich erfordert das die Zustimmung der zu ortenden Menschen, die auch sagen dürfen, wie punktgenau sie geortet werden möchten – die Stadt, der Kiez, die Straße oder der punktgenaue Ort.

Was von Google als Spaßverstärker für Freunde angeboten wird, – "Du, ich sitze grade in der U-Bahn…", diese  meistgehörte Mobiltelefonie-Begrüßung gehört dann der Vergangenheit an – lässt Datenschützer aufschreien. Theoretisch kann Google mit dieser Technologie Bewegungsprofile seiner Anwender/innen erstellen. Tut man aber nicht, sagt man bei Google.

Nun gut, Google weiß eh alles – beunruhigender erscheinen mir andere Anwendungsbereiche: Firmen die – mit weniger freundschaftlichen Ambitionen – ihre Mitarbeiter/innen permanent orten. Was als BlackBerry begann, wird so als echte elektronische Fußfessel enden und die Genehmigung der Dauer-Ortung kann schon mittels Arbeitsvertrag festgeschrieben werden.

Lidl wüsste dann immer, welche Mitarbeiterin wie lange auf der Toilette weilte und der Bahn eröffneten sich ganz neue Möglichkeiten der Korruptionsbekämpfung. Freiwillige Selbstortung wäre ein schönes Wort dafür. Herr Mehdorn sollte endlich in die Offensive gehen, Datenschutz ist ja letztlich eine Erfindung derer, die etwas zu verbergen haben..

Mehr: http://www.heise.de/newsticker/Google-zeigt-wo-sich-Freunde-aufhalten–/meldung/126857

Topics: Social Media, Netzkultur & Web-Allerlei | 2 Kommentare »

2 Kommentare to “Menschen Googeln – you'll never walk alone”

  1. FCZBlog » GPS-Überwachung am Arbeitsplatz keine Zukunftsvision… meint:
    19.Februar 2009 at 10:48

    […] statt dessen ist sie bereits betriebliche Praxis. Die elektronische Fußfessel für Arbeitnehmer, die ich kürzlich hier fantasierte, ist mitnichten Fantasie, höchstens zeugt sie von einer […]

  2. Money Maker meint:
    15.Juli 2009 at 19:06

    An sich n cooler post, aber kannst beim nächsten mal n bisschen detailierter sein?

Kommentare