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Web 2.0 – Mikro-Kredite für Unternehmer/innen aus Entwicklungsländern

Von Redaktion | 8. Januar 2009

Vier Jahre ist die Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean her. Damals wurden die Deutschen zu Spenden-Weltmeistern, doch mir scheint, in diesem Jahr und mit der Finanzkrise im Nacken fallen die Spendierhosen wesentlich enger aus. Weihnachten ist vorbei, verschenkt wird jetzt nichts mehr, die Krise lässt grüßen. Hier ein Tipp für alle, die zwar nicht schenken, aber vielleicht doch verleihen können und das nicht nur zur Weihnachtszeit:

Ich habe kürzlich das Online-Projekt entdeckt, das mir genau das richtige für ambitionierte Wohltäter/innen in Zeiten von weltweiten Finanzkrisen zu sein scheint: www.kiva.org. KIVA sammelt online für Mikro-Kredite zwischen ca. 600 und 3000 Dollar für Unternehmer/innen und Klein-Unternehmen aus Entwicklungsländern. Man spendet also nicht, man leiht. Zinsfrei leiht man z.B. einer Peruanerin Geld, die sechs Lämmer als Grundstock für eine Schafzucht und Wollhandel zur Selbsversorgung kaufen möchte, oder einer pakistanischen Frauengruppe, die Stoffe und Kurzwaren für ihre Schneiderei anschaffen will. Der Mindestbetrag liegt bei 25 Dollar, mehr ist immer möglich. Das Handling vor Ort übernehmen lokale einschlägige Banken bzw. Entwicklungshilfeorganisationen. Einer kleinen in meinem Bekanntenkreis durchgeführten Umfrage zufolge beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass das Geld zurück gezahlt wird, ungefähr 85% – hey, das ist wesentlich höher als bei jeder isländischen Bank und eine echte Alternative für Spendenmuffel!

Also nochmal: www.kiva.org

Topics: Feminismus | Kein Kommentar »

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