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    E-Learning-Glossar auf der LEARNTEC-Website – Against Technical-Term-Dropping

    Von Redaktion | 13. Januar 2009

    Avatar:
    „Der Begriff „Avatar“ stammt aus dem Sanskrit und bezeichnet in dieser Sprache die Gestalt, in der sich ein (hinduistischer) Gott auf der Erde bewegt. Der Avatar dient damit einer visuellen Repräsentation und hat eine Stellvertreterfunktion.
    Im Kontext Neuer Medien sind Avatare… “

    Solche Definitionen freuen natürlich Herz und Hirn einer Geisteswissenschaftlerin, weil kulturwissenschaftliches Verständnis angesprochen wird und das steigert natürlich die Bereitschaft, sich im folgenden Text auf technische Details und Erklärungen einzulassen. So viel zum möglichen didaktischen Konzept eines Glossars und zum Thema zielgruppenspezifische Texte. Ich jedenfalls liebe Glossare und hätte am liebsten ein kleines Glossar im Ohr so wie andere Menschen sich einen kleinen Mann im Ohr wünschen (von mir aus auch eine kleine Frau), der ihnen dies und jenes Hilfreiche vorflüstert.

    Nachfragen und Nachschlagen

    Denn auch nach 10 Jahren als Unternehmensleiterin in der IT-Branche, die mich – so sollte man meinen – mit allen technischen Wassern gewaschen haben, gibt es wenig, das mich so sehr nervt wie Technical-Term-Dropping. Wenn Menschen, die mir etwas verkaufen möchten, sich so in Fachbegriff-Welten versteigen, dass ich schlicht nicht weiß, wovon sie sprechen und auch nicht weiß, wonach ich zuerst fragen sollte. Wer bringt diesen Menschen bei, sich in Verkaufsgesprächen so auszudrücken, dass sie bitteschön niemand versteht? Hat sich das als verkaufsfördernde Strategie erwiesen. Ich kann es kaum glauben.

    Aber auch in Verhandlungssituationen, in Vorträgen, bei Kundenfragen – immer wieder stoße ich auf Begriffe aus der IT-Welt, die ich noch nie gehört habe und die mich zunächst ratlos machen und all mein rhetorisches und mimisches Können abverlangen,  damit ich das Gespräch dennoch weiter und mit vorgeblich wissender Miene fortführen kann. Habe ich die Begriffe dann geklärt oder nachgeschlagen, stellt sich meist heraus, dass es in der Sache überhaupt kein Problem gibt – ich verstehe den sachlichen und technischen Kontext und weiß sehr wohl, wovon die Rede war.  Nach all diesen Jahren in der Branche kann ich zusammen fassen:
    Technical-Term-Dropping nervt und dient einzig und allein der Einschüchterung der Zuhörer/innen. Was dagegen hilft? Dreistes Nachfragen und permanentes Nachschlagen. Besonders ergiebig ist Nachfragen bei Begriffen, die mir durchaus geläufig sind – klug sind die Antworten nämlich nicht immer.

    Glossare und Lexika
    Auf der Website der LEARNTEC, einer Messe für Bildungs- und Informationstechnologie, gibt es nun seit einiger Zeit ein Glossar mit über 400 Begriffen rund um Lern-Technologien, das die Begriffe in verständlicher Sprache erklärt http://glossar.learntec.de/. So wie überhaupt im Internet hervorragende Nachschlagewerke zu technischen Begriffen zu finden sind – kleiner Tipp: Kleine Glossare und Spezial-Lexika sind oft besser und verständlicher als die Wikipedia, die in technischen Dingen zur technokratischen Detailverliebtheit für Fachleute neigt.

    Beispiele

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