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1. Arbeitgeberfrühstück im MUNIA-Projekt

Von Katrin Schwahlen | 10. Juli 2016

Arbeitgeberfrühstück im MUNIA-Netzwerk

In Deutschland gilt die 7 als Glückszahl. Und weil doppelt besser hält, war das Datum 7.7. gut gewählt; denn an diesem Tag fand das erste Arbeitgeberfrühstück des MUNIA-Projekts statt.

Eingeladen waren Berliner Logistik- und Umzugsunternehmen, die daran interessiert sind, inhaftierte junge Menschen aus dem offenen Vollzug einzustellen und nach der Haftstrafe zu übernehmen. Treffpunkt war die Justizvollzugsanstalt in Düppel.

Die JVA Berlin des offenen Vollzuges ist eine Vollzugsanstalt für männliche Erwachsene. Insgesamt gibt es 908 Haftplätze an vier Standorten in Spandau, Reinickendorf und Zehlendorf. Für Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen stehen 386 Plätze zur Verfügung. Dazu gehören schulische und berufliche Qualifizierung, Beschäftigung und Hilfstätigkeiten.

Für Thorsten Luxa, den Anstaltsleiter, war die Begrüßung eine seiner ersten Amtshandlungen; denn gerade erst vier Tage zuvor hatte er seinen Dienst in der JVA angetreten. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen führte er die Gäste durch den offenen Vollzug und stellte Organisation, Verfahren und Abläufe der Haftanstalt vor.

Offener Vollzug bedeutet, dass Gefangene unter bestimmten Bedingungen das Gefängnis für eine festgelegte Zeit verlassen dürfen. Ziel ist es, die Inhaftierten Schritt für Schritt auf die Entlassung vorzubereiten. In der Regel sind es Ersttäter, die im offenen Vollzug untergebracht sind. Die genauen Einzelheiten sind im Strafvollzuggesetz (StVollzG) geregelt.

Danach wurde zwei Stunden diskutiert. Am Tisch saßen Andreas Reichel (AUBIZ GmbH), Tanja Schirmann (Plischka), Carsten Rutkowski (DB Schenker)  und Petra Dittmer  (steep GmbH). Sie wollen jetzt eine Checkliste entwickeln, um Unternehmen und Inhaftierte zusammenzubringen.

Zum Glück wird es noch weitere Treffen geben, denn alle Beteiligten wollen sich regelmäßig austauschen. Gemeinsames Ziel ist es, junge Menschen aus dem Knast oder auf Bewährung wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Gäste des nächsten Arbeitgeberfrühstücks im November werden die städtischen Betriebe sein.

Warum das FCZB sich in der Knastarbeit engagiert

Wir stehen für Gleichstellung, Integration und Vielfalt – gender- und diversityorientiert. Wir fördern die Gleichstellung von Frauen und Männern. Wir fördern alle Bevölkerungsgruppen, damit sie ihre Talente auf dem Arbeitsmarkt entfalten können.

Und wir unterstützen Organisationen und Unternehmen dabei, ihre gender- und interkulturellen Kompetenzen zu entwickeln. Denn durch Wertschätzung und Integration von Vielfalt werden auch Wirtschaft und Gesellschaft gestärkt: Lesen Sie mehr zu Selbstverständnis und Ziele des FCZB.

Das Projekt MUNIA

MUNIA steht für Mentoring und Netzwerkarbeit zur Integration in den Arbeitsmarkt.

Gemeinsam mit unseren Netzwerkpartner_innen und ehrenamtlich arbeitenden Mentor_innen unterstützen wir junge haftentlassene oder straffällige Frauen und Männer dabei, beruflich (wieder) einzusteigen.

Unsere Kooperationspartner_innen sind: die Agentur für Arbeit, Jobcenter, mehrere Berliner Justizvollzugsanstalten, die Sozialen Dienste der Justiz (Bewährungshilfe), Jugendbewährungshilfe und Unternehmen.

Das Projekt MUNIA wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.
Laufzeit: 1. Juli 2015 bis 30. April 2019
zur MUNIA-Projektseite

Links zu den Arbeitgebern

AUBIZ GmbH Ausbildungszentrum und Fahrschule für Kraftfahrer
Plischka Logistik, Lagerung, Umzüge
DB Schenker Logistik
Steep GmbH Service, Training, Engineering, Energy and Products

 

 

 

Topics: Arbeitswelt & Weiterbildung, Berlin, Berufseinstieg, Mentoring, Organisations- und Personalentwicklung, Wiedereinstieg | Kein Kommentar »

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