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Computerarbeit: von der Zweiflerin zur Nutzerin

Von Redaktion | 21. Oktober 2015

Hannah Meyer* hat viele Jahre in der Verlagsbranche gearbeitet. Lange Zeit war Computerarbeit nicht ihr Ding: zu unsinnlich, zu technisch, zu unsicher. Dann kam sie ins FCZB und machte dort die Weiterbildung „MS Office und Internet für den Beruf“. Nach zehn Wochen ist sie dem digitalen Medium natürlich nicht kritiklos verfallen. Doch Frau und Maschine sind sich auf nette Art und Weise näher gekommen.

Digitales Arbeiten im BüroGrundkenntnisse der digitalen Welt seien unerlässlich, sagte die Agentur für Arbeit. Tja, ich sah es ein. Lange habe ich im Verlagswesen gearbeitet und dabei sowie auch im sonstigen Leben ist es mir gelungen, die Computerarbeit größtenteils zu umschiffen.

Nun gut: ein Office-Weiterbildungspaket mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Mailprogramm und Internet erschienen das Richtige für den Einstieg. Mit der Hilfe eines Freundes forschte ich im Internet nach geeigneten Kursen. Letztendlich brachte mich jedoch ein Papierflyer auf die Spur des FCZB, dem FrauenComputerZentrumBerlin …

Dort erwartete mich zu Kursbeginn ein zusammengewürfelter Haufen von Frauen, die mit ihren Bildungsgutscheinen vom Amt mehr oder weniger freiwillig anwesend waren.

Überrascht war ich dann, so vielen Urgesteinen der Computerwelt als Dozentinnen zu begegnen, und auch über deren Spaß an der Materie sowie der Leidenschaft für’s Unterrichten: Ihre Begeisterung wirkte auf die meisten von uns „kleinen“ Schülerinnen (alles gestandene Frauen von Mitte 40 bis Ende 50) ansteckend. Schon in den ersten Wochen des zehnwöchigen Kurses entwickelten sich die Frauen zu einer netten Gruppe.

Weiterbildungen im FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB): Innovativ, interessant und immer aktuell. Direkt an der Oberbaumbrücke in Kreuzberg.

Computerarbeit: Mehr als gedacht

Ich habe viel gelernt – die Möglichkeiten der Textverarbeitung sowie der Tabellenkalkulation fand ich spannend und sie erschlossen sich mir gut. Ein kritischer Umgang mit Datensicherheit rundete den Kurs für mich ab und auch das Bewerbungstraining brachte mich auf gute Ideen. Die Kombination aus Unterricht und „selbstorganisiertem Lernen“ zum Ausprobieren und Vertiefen des Gelernten ist gelungen (und selbst wenn frau sich eher vom Amt in den Kurs gedrängt fühlt, kann sie hier sicherlich Einiges für sich persönlich mitnehmen).

Immer noch stehe ich vielen Erscheinungen der digitalen Welt – dem digitalen Lifestyle, in dem es v. a. um Selbstdarstellung und Erfolg geht, der Unsinnlichkeit der Bildschirmarbeit sowie der Kommunikation, die heute v. a. „im Netz“ stattfindet – kritisch gegenüber, doch bin ich froh, der Anwendung des Werkzeugs „Computer“ auf so nette Art und Weise näher gekommen zu sein.
Die Fachbegriffe kommerzieller Software lassen sich auch auf freie Software übertragen, so kann ich auf einer guten Basis nun alleine an meinem inzwischen erworbenen Rechner weiter forschen, und die Mitarbeit an der Produktion guter Bücher rückt als Möglichkeit wieder näher.

Liebe Mitarbeiterinnen des Frauen-Computer-Zentrums: Behaltet Eure Begeisterung für das Unterrichten – Lernen kann Spaß machen!

*Name geändert

Topics: Arbeitswelt & Weiterbildung, FCZB | Kein Kommentar »

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