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    INTO THE WILD – Eindrücke von der re:publica14

    Von Redaktion | 15. Mai 2014

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    Wo lebt eigentlich das Internet?

    Lässt sich das Internet irgendwo finden oder sogar fotografieren? Der Radiojournalist Moritz Metz hat sich auf die Suche nach dem Internet begeben und nimmt uns mit auf eine sehens- und hörenswerte Reise an all die Orte, zu denen ihn seine Recherchen geführt haben. Das Deutschlandradio hält weitere Podcasts zum Thema bereit und auf arte lässt sich die vollständige Reportage von Moritz Metz abrufen.

    Netzgemeinde und Online-Community

    Diese für mich bisher sehr abstrakten Begriffe wie Online-Community oder auch Netzgemeinde haben auf der re:publica  ein Gesicht bekommen –  all die Menschen, deren Meinungen, Ideen und Gedankenfetzen ich schon seit langem jeden Tag wie selbstverständlich nebenbei konsumiere und aufnehme. Und so überkam mich, als Neuling auf Veranstaltungen dieser Art, direkt zu Beginn des ersten Tages eine gewisse Erleichterung: Menschen wie du und ich, die vor ihren Vorträgen aufgeregt sind und die auch nicht alles wissen über dieses Internet. Es es bleibt das Gefühl einer Gemeinschaft, die sich den Fragen, vor die uns das Internet stellt und die im Laufe der Tage aufgeworfen wurden, interessiert und kreativ stellt.

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    Datenschutz und Vorratsdatenspeicherung

    “Überwachung? Klar, das das ist alles erschreckend aber andererseits, was habe ich schon zu verbergen?!” Zugegebenermaßen gehörte ich vor einer Woche noch zu den Menschen, die zu Aussagen wie dieser tendieren. Nach drei Tagen auf der re:publica fühlt sich der Gedanke sehr naiv und dumm an.

    Individuelle Tagesabläufe und Kontaktaufnahmen lassen sich mit Hilfe der Vorratsdatenspeicherung erschreckend detailliert rekonstruieren.Was rechtfertigt eine Datenspeicherung  auf Vorrat, sozusagen grundlos? Ein Grund wird sich früher oder später schon ergeben?

    Spätestens der Vortrag von Anna Biselli und Andre Meister mit dem Titel „Vorratsdatenspeicherung für Anfänger und Fortgeschrittene“ rüttelt wach und zeigt, was das Internet alles über uns weiß. Viele der Talks, aber auch die gesamte Atmosphäre auf der re:publica haben das Bewusstsein für die gesamtgesellschaftliche Relevanz von Datenschutz geschärft und etliche Denkanstöße in verschiedene Richtungen gegeben.

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    Sprache im Wandel

    Außerdem sehenswert ist der Beitrag „Sprachpolizeiliche Ermittlungen“ von Anatol Stefanowitsch, in dem er den Fragen nach korrektem oder angemessenem Sprachgebrauch in der digitalen Welt nachgeht und dabei auch die gendergerechten Schreibweisen unter die Lupe nimmt. Schabernack und Wortwitz zum Thema Sprachwandel gibt es von Wibke Ladewig in ihrem unterhaltsamen Talk „Ein blindes Huhn ist kein Ponyhof: Mit Schabernack auf Wortschatzsuche“.

    Neue Narrative gegen Überwachung?

    Meinen persönlichen Abschluss fand die re:publica mit dem Talk von Felix Schwenzel “Wie ich lernte, die Überwachung zu lieben”. So manche Gedankensplitter, die mir im Laufe der vorangegangenen Tage durch den Sinn schwirrten wurden auf angenehm unterhaltsame Weise zusammengetragen, sodass ich den Verantstaltungort am Gleisdreieck mit dem Gefühl verlassen habe, meine Sensoren und Gedanken bezüglich des eigenen allzu selbstverständlichen und meist unbewussten Umgangs mit der digitalen Welt zumindest ein Stückchen besser geschult zu haben.

     

    Topics: Arbeitswelt & Weiterbildung | Kein Kommentar »

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