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    Turkish Delight

    Von Redaktion | 30. Juni 2011

    AELAE - LogoSeit zwei Jahren tauscht sich das FCZB in einer Lernpartnerschaft mit Institutionen der Erwachsenenqualifizierung aus Rumänien, England und der Türkei aus. Inhalt dieses EU-Projekts ist die Weitergabe von Wissen, die Entwicklung von Ideen zum Thema „Adaptation of E-Learning to Adult Education“ und gegenseitiges Verständnis. Unter anderem besuchen sich dazu Lehrende und Lernende der jeweiligen Partnerorganisationen wechselseitig um ihre Erfahrungen zu teilen.

    Mit einer Reise in das entfernte Yozgat in Ostanatolien fand letzte Woche nun das abschließende Treffen statt.

    Neben dem Austausch über besondere Methoden beim Einsatz von E-Learning in der Erwachsenenbildung im türkischen Bildungsinstitut „Boğazliyan Halk Eğitim Merkezi“ und einem Besuch dieser zentralen Bildungsstätte stand wie immer auch etwas Landeskultur auf dem Programm.

    In Yozgat, das kaum Touristen kennt, wurden wir natürlich als Nicht-Einheimische erkannt und gefragt, woher wir kämen. Zum Glück konnte eine von uns Türkisch und damit aufklären. Mit Englisch kamen wir jedenfalls hier nicht weiter. Dann schon eher mit Deutsch, da wir immer wieder – hauptsächlich junge – Türkinnen und Türken getroffen haben, die aus Deutschland in die Türkei zurückgekehrt waren. Ein Lehrer bspw. erzählte, dass er mit 12 Jahren von seinen Eltern in die Türkei allein zurück geschickt wurde, damit er bessere Zukunftschancen als in Deutschland hätte.

    Von unseren Gastgebern, die alles durchorganisiert hatten, wurden wir ohne Unterlass gefragt, wie es uns in der Türkei gefiele. Das war die alles entscheidende Frage. Für mich war es: „çok güzel“. Ich war positiv überrascht. Wir wurden überall freundlich aufgenommen und bewirtet, allerdings waren wir immer auch mit Einheimischen unterwegs, die irgendwie jeden auf unserer Strecke zu kennen schienen.

    Natürlich besichtigten wir die nahe gelegene, berühmte und imposante Höhlenarchitektur und Tuffsteinlandschaft von Kappadokien. Auf unserem Weg dorthin machten wir in der Töpferstadt Avanos halt, um einem einheimischen Künstler bei der Arbeit zuzusehen, Tee zu trinken und gleich noch in seinen Supersonderangeboten zu stöbern. Nach dieser Landeskunde im Schnelldurchlauf blieben wir die letzte Nacht in Kayseri und fielen mit den Rufen aus den nahe gelegenen Moscheen ins Koma.

    P.S.: Unser Arbeitstreffen und ein Interview mit einem der türkischen Partner wurden gefilmt.  Anzusehen ist der Film im Web bei Merhaba.

    Topics: Arbeitswelt & Weiterbildung, Bildung & Politik, E-Learning | Kein Kommentar »

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