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    Twitter und die Wahlergebnisse

    Von Redaktion | 1. September 2009

    Am Sonntag wurden 90 Minuten vor Schließung der Wahllokale die ersten Wahlprognosen getwittert und waren somit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Laut Wahlgesetz von Bund und Ländern ist die Bekanntgabe von Prognosen, die auf Umfragen vor den Wahllokalen beruhen, verboten. Zuwiderhandeln ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro bestraft werden. Politik und klassische Medien schreien nun laut auf und sprechen von großem Schaden für die Demokratie. Böses Web2.0.

    Offen gestanden verstehe ich die Argumentation nicht ganz – warum sollte meine Wahlmündigkeit Schaden nehmen, wenn ich 90 Minuten vor Schließung der Wahllokale oder wann auch immer erfahre, wie sich meine Mitbürgerinnen und Mitbürger entschieden haben?

    Ganz abgesehen davon – der Aufschrei ist lächerlich. Twitter wird man nicht abschaffen können und somit wird man auch das Twittern von Prognosen nicht abschaffen können. Wo eine Prognose ist, ist auch ein Twitterer. Also gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder man verbietet Umfragen am Ausgang der Wahllokale und erstellt somit auch keine Prognosen mehr. Oder man schlägt Twitter mit eigenen Mitteln und twittert einach ganz viele Prognosen, richtige und falsche. Verwirren statt verbieten wäre also die Devise.

    Ich finde den Twitter-Wirbel allemal überflüssig – viel größeren Schaden für die Demokratie als eine richtige getwitterte Wahlprognose verursachen allemal Wahlbeteiligungen von 52 und 56%, wie sie in Sachsen und Thüringen zu verzeichnen waren. Dagegen ist die Wahrverzerrung durch den einen oder anderen Tweet getrost zu vernachlässigen.

    Topics: Bildung & Politik | Kein Kommentar »

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