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Hase und Igel haben Alzheimer

Von Redaktion | 19. Mai 2009

Was für ein Tag! Da war zu lesen, http://www.heise.de/tp/blogs/3/138092, dass die Verlängerung der Lebensarbeitszeit gut gegen Alzheimer sei – jedes Jahr, dass länger geärbeitet wird, drängt den Ausbruch der Krankheit um sechs Wochen zurück. Aus Zeit- und Mußenmangel kann ich’s nicht wirklich nachrechnen, doch scheint mir, die Zeit, die ich dann Alzheimer-frei in Rente sein könnte, würde sich durch längeres Arbeiten trotz alledem extrem verkürzen. Und dass die Arbeit am Ende, ähnlich dieser alten Geschichte von Hase und Igel, das Wettrennen gegen den Alzheimer verlieren würde.

Schon wieder ein Eintrag jenseits von Web und Internet an dieser Stelle? Nein, wie auch beim Artikel über die umgekehrt proportionale Abhängigkeit von Dauer der Arbeitszeit und Gesundheit, glaube ich auch hier an einen Zusammenhang von IT-geprägter Arbeitswelt und Alzheimer. Seitdem ich mein Leben in weiten Teilen nach online verlagert habe, scheint mir die Leistungsfähigkeit meines Gedächtnisses abzunehmen. So wie permanentes iPodden bei entsprechender Lautstärke zu einem Gehörschaden führen muss, scheint mir unabdingbar, dass permanente Informations- und Kommunikationsüberflutung via Web zwangsläufig nur zu nachlassender Gedächtnisleistung führen kann. Oder bin ich schon wieder mitten im Digital Generation Gap? Das letzte Aufbäumen der aussterbenden Print-Generation?

(P.S. Pssst – manchmal lese ich so etwas sehr gerne.)

Und dann soll Porsche noch arabisch werden, deutsche Apotheken bleiben deutsche Apotheken, USB goes Version 3.0, Hertha BSC begrüßt sein 17.000stes Mitglied (ich bin’s nicht), Karstadt verkauft WOM (World Of Music) und die deutsche Fruchtsaftindustrie berichtet, dass die Durchnittsbürgerin im Jahr 2008 34,7 Liter Frucht- und Gemüsesaft zu sich genommen hat (auch das war nicht ich). Natürlich habe ich all das morgen längst vergessen.  

 

Topics: Bildung & Politik | Kein Kommentar »

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