FCZBlog

Zusammen lernt es sich weniger allein

Von Alexandra Deak | 18. Januar 2012

Am 6. Februar beginnt bei uns wieder die Fortbildung „Medienkompetenzen & Work-Life Balance“. Inhaltlich geht es neben dem Office-Paket, Internet, Grafikprogrammen oder Web Publishing auch um Arbeitsorganisation und individuelles Coaching zum beruflichen Wiedereinstieg. Das Angebot wendet sich an Frauen, die gesundheitliche Einschränkungen haben.

 Ich habe eben ein etwas längeres Gespräch mit einer ehemaligen Teilnehmerin geführt, die an einer seltenen Autoimmunerkrankung leidet. Ich nenne sie mal: Janine. Bevor sie erkrankte, joggte sie um den Schlachtensee und arbeitete im sozialen Bereich. Ihre Stelle verlor Janine, weil sie nicht mehr so konnte, wie sie wollte, sie schnaufte schon, wenn sie nur die Treppen hochlaufen musste. Bis sie ihre genaue Diagnose erhielt, zogen Jahre ins Land, und sie war schließlich auf einen Rollstuhl angewiesen. Nach Chemotherapie und intensivem Muskelaufbautraining könnte sie heute wieder arbeiten, wenn auch nicht voll, und deshalb sucht sie nach einer Bürotätigkeit auf Teilzeit. Bevor sie das FCZB besuchte, war Janine Computeranfängerin. Nun geht sie regelmäßig in die Bibliothek, um dort zu surfen, sie guckt dann nach Jobs, hält Kontakte, informiert sich. Und Schnäppchen, die es nur im Netz gibt, kommen ihr auch gelegen. Mit oder ohne Internet zu leben, sagt sie, ist „ein Unterschied wie zwischen Tag und Nacht“. Ihre nächste Anschaffung ist endlich ein eigener Computer.

Der Kurs ist aber nicht nur für Anfängerinnen, sondern auch für Fortgeschrittene geeignet, denn es werden entsprechend zwei Gruppen gebildet. Vielleicht gehört ihr selbst zur Zielgruppe oder kennt eine Frau, die gesundheitliche Schwierigkeiten hat und für die das Angebot hilfreich sein könnte. Dann leitet es doch bitte weiter!

Kontakt zu anderen, die sich mit ähnlichen Problemen herumschlagen, ergibt sich dadurch auch, und da springen sicherlich auch Tipps von A wie „Arzt, der was drauf hat“ bis Z wie „Zurück in den Job“ bei heraus. Noch gibt es freie Plätze in der Fortbildung, und für die Teilnehmerinnen kostet es auch nichts, dank der Förderung durch den Berliner Senat und den Europäischen Sozialfond. Da ist das EU-Geld doch mal gut eingesetzt, oder?

Themen: Gut zu wissen, Weiterbildung, Wiedereinstieg | 2 Kommentare »

Passwort gesucht

Von Alexandra Deak | 19. Dezember 2011

sicherheit im netz auch zu weihnachtenJe mehr ich im Netz unterwegs bin, desto häufiger muss ich mir neue Passwörter ausdenken und bestehende erneuern. Nun weiß ich ja zumindest, wie gute und wie schlechte Passwörter aussehen. Eines der miesesten Passwörter ist zum Beispiel Passwort: Das ist nämlich weniger kreativ, als der User so denkt – es gehört ebenso wie Codewort, Kennwort oder geheim mit zu den häufigsten Passwörtern.

Gern genommen werden auch Zeichenketten, die sich auf der Tastatur finden, wie 34567 oder cvbnm, fghjkl. Städte, Postleitzahlen, Begriffe, Daten, Namen von Mann, Kind, Hund, Pferd oder Reitlehrer eignen sich ebenfalls nur bedingt – danach wird nämlich systematisch gesucht.

Sichere Passwörter enthalten mindestens 8 Zeichen und bestehen aus Zahlen, Buchstaben, Groß- und Kleinschreibung und Sonderzeichen. Letztere sollten sich auf allen Tastaturen befinden, das deutsche scharfe “ß” bringt es also nicht. Vom beliebten Anhängen unterschiedlicher Nummern an ein und dasselbe Passwort,  um dieses wiederholt einzusetzen, ist ebenfalls abzuraten.

Gut, oder sogar 1a, sind kryptische alphanumerische Zeichenfolgen wie G,os1a,skaZw. Die lassen sich auch ganz einfach merken: Ich nehme einen beliebigen Satz und reduziere diesen auf die Anfangsbuchstaben. Subversive Angriffe haben da wenig Chancen – noch besser ist es, Wörter wie „keine“ oder „eine“ durch entsprechende Zahlen zu ersetzen, so wird “keine” zur 0, “eine” zur 1. Auch Sonderzeichen wie Kommas sollten bei der Methode beibehalten werden.

Während ich früher eher zu erbaulichen Sinnsprüchen geneigt habe, bin ich inzwischen zu Songzeilen übergegangen. Schade nur, dass meine Kolleginnen jetzt ahnen, welches FCZB-Passwort ich verwende – oder summe ich so mies, dass der Song nicht zu erkennen ist?

Ich wünsche allen

FWu1gR!
Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch!

 

PS: Sicherheit im Internet wird auch in unserem Weiterbildungsklassiker „IT-Know-how für den Wiedereinstieg – Keine Angst vor Computern“ thematisiert, der Kurs beginnt am 9. Januar, noch sind Plätze frei!
Weitersagen. Danke.

 

Themen: Technik & Software-Tipps, Web-Allerlei, Weiterbildung | 1 Kommentar »

Grazil zum Ziel

Von Alexandra Deak | 17. November 2011

joggerVor ein paar Tagen war ich – nach längerer Pause – wieder einmal Joggen, weil ich ja den Vorsatz habe, „mehr Sport zu machen“. Ich bin dann beim Joggen gestolpert; sollte euch das schon mal passiert sein, dann wisst ihr ja ungefähr, wie „grazil“ ich mich gefühlt habe. Mit aufgeschürften Händen und geprelltem Knie humpelte ich weiter und fragte mich, ob ich nicht lieber was anderes machen sollte, weniger wegen dem schmerzenden Knie, sondern vielmehr, weil es mir trotz guter Vorsätze nur mühsam gelingen will, regelmäßig zu laufen. Die ursprüngliche Zielsetzung „mehr Sport machen“ ist allerdings auch ähnlich erfolgsversprechend definiert wie andere Klassiker „ich sollte mich gesünder ernähren“ oder „öfters aufräumen“.

Wer im Projektmanagement tätig ist, hat vielleicht schon gehört, wie erfolgversprechende Ziele aussehen: Sie sind SMART. Das ist die Abkürzung für Specific Measurable Accepted Realistic Timely, was übersetzt ungefähr so viel wie Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert heißt.

Angewandt auf den Sportvorsatz könnte dies z.B. heißen:

S, wie spezifizieren: Sportart auswählen – Joggen, Karate oder Basketball?
M
, wie messbar machen: Solange mir meine Levis passt, ist alles gut
A
, wie attraktiv: Die Angelegenheit sollte nicht spaßfrei sein
R,
wie realistisch: Der Stabhochsprung kann noch warten…
T
, wie terminiert: Zeiten festlegen, z.B. zweimal die Woche

Nun sind viele Situationen im Leben allerdings weitaus komplexer als die Körperarbeit – wie der berufliche Werdegang, vor allem, wenn hier ein Neustart ansteht. Bei der beruflichen Zielsetzung und Wegfindung kann es sinnvoll sein, sich unterstützen zu lassen, z. B. vom FCZB. Viele unserer längerfristigen Angebote beinhalten ein berufliches Coaching, bei dem gemeinsam überlegt wird, wo die Stärken liegen, wohin die Reise gehen soll und wie das Ziel am smartesten erreicht werden kann.

Was meinen Sportplan betrifft, habe ich festgestellt, dass ich Joggen eigentlich gar nicht a, wie attraktiv, sondern vielmehr l, wie langweilig finde. Ich gehe jetzt Tanzen…

 

Themen: Marketing, Weiterbildung | 3 Kommentare »

Kompetent in Facebook, Youtube & Co?

Von Antje | 26. Oktober 2011

Veranstaltung Hilfe mein Kind will zu FacebookFacebook, Youtube und Co haben sich besonders bei den Jugendlichen als Kommunikationsplattformen etabliert. Dies wurde auch auf der Veranstaltung des Selbstlernzentrum-IT “Hilfe, mein Kind will zu Facebook – oh no, meine Eltern sind panisch” deutlich. Jugendliche stellten sich hier den Fragen interessierter Eltern, wie sie mit den Sozialen Netzwerken, insbesondere Facebook, umgehen, wozu sie diese nutzen und mit welchem Wissen sie sich in ihnen bewegen. Die Kommunikation über Facebook läuft eigentlich permanent: Hausaufgaben abklären, Events organisieren oder einfach nur interessante Informationen weiter geben.

Die Gefahr der Sozialen Netzwerken liegt darin, so die Referentin Tanya d’Agostino, dass einmal eingestellte Informationen wie Kommentare, Bilder oder Videos dauerhaft gespeichert werden und auch noch nach der Löschung des Nutzer/innen-Kontos! Je nach individueller Sicherheitseinstellung sind Beiträge nur für bestimmte Personen sichtbar oder öffentlich zugänglich – d.h. auch über Suchmaschinen auffindbar. Auch nutzen immer mehr Arbeitgeber das Internet, um sich z. B. über ihre zukünftigen Auszubildenden oder Angestellten zu informieren. Wer hier seine Sicherheitseinstellungen vernachlässigt hat und heikle Interessen oder Fotos zum Vorschein kommen lässt, hat eindeutig schlechte Karten.

Ich war positiv überrascht, wie bewusst die Jugendlichen an diesem Abend mit diesen Gefahren umgehen und ihre Sicherheitseinstellungen kontinuierlich anpassen. Sie haben das nötige Wissen, um diese Einstellungen vorzunehmen. Doch leider trifft das längst nicht auf alle Kinder und Jugendliche zu – unterschiedliche Bildungsvoraussetzungen kommen hier zum Tragen.

Auch in der Schule wird das Thema „Web 2.0 / Facebook – Gefahren und Chancen“ nicht ausreichend behandelt. In einzelnen Schulen werden  entsprechende  Veranstaltungen organisiert, doch in der Regel ist das Thema nicht im Stundenplan integriert. Wenn man Glück hat, bringen interessierte Schüler das Thema über  Referate ein.

Eltern können ihre Kinder nicht von den Sozialen Netzwerken fernhalten – das wäre wohl auch nicht sinnvoll. Vielmehr brauchen die Kinder die elterliche  Begleitung bei der Entwicklung einer kritischen Medienkompetenz. Es ist daher sinnvoll für Eltern, sich entsprechendes Wissen anzueignen und sich gemeinsam mit den Kindern mit den sozialen Netzwerken auseinander zu setzen.

Für Mütter, die hier einsteigen wollen, bietet der Workshop des Selbstlernzentrum-IT :  “Facebook, Youtube, Smartphone & Co – eine Erkundung für Mütter”, der am Samstag, den 12.11.2011 von 10 – 16 Uhr hier im FrauenComputerZentrumBerlin stattfindet, hierzu eine gute Gelegenheit.

Themen: Allgemein, Bildung & Politik, Community Kultur, Web2.0, Weiterbildung | Kein Kommentar »

Googlest du noch, oder sucht du schon?

Von Alexandra Deak | 11. Oktober 2011

„Mit welcher Suchmaschine arbeitest du denn?“ fragte mich Mitte der 1990er Jahre eine Kollegin, die wie ich einen Recherchejob übernommen hatte.  Ich denke da noch manchmal dran, denn angesichts der Dominanz von Google habe ich mir diese Frage selbst nur noch selten gestellt. Die Frage nach dem Rechercheweg ist aber nicht nur lohnend, sondern auch spannend.

Die Inhalte, die nicht von regulären Suchmaschinen erfasst werden, werden Deep Web, Hidden Web oder auch Invisible Web genannt. Die Datenmenge des tiefen, dunklen und versteckten Netzes sind Schätzungen zufolge hundert Mal so groß wie die des sogenannten Visible Webs oder Surface Webs – aber die echte Größe kennt niemand. Sicher ist nur: Da ist viel, viel mehr, dass es zu entdecken gibt. Vor allem Datenbanken und Archive warten mit einem unschätzbaren Pool an Informationen. Nur, wo finde ich die richtige für das jeweilige Anliegen?

Hier hilft zum Beispiel www.sucharchiv.com. Das ist ein Portal über Suchmaschinen, Datenbanken und Archive und es kann nach Thema oder auch nach Region gesucht werden. Hier sind zum Beispiel Portale zu Bildung, zu Gesundheit, zum Reisen oder zu Sozialem gelistet. Und das sogar weltweit! Ärzte in Berlin, Gestein-Sammlungen in Griechenland oder Verzeichnisse der isländischen Trolle? Sind bestimmt dort versammelt.

Mehr Fachwissen zur professionellen Suche – samt Tipps zur sicheren Navigation – gibt’s bei uns in der nächsten Woche. Der Kurs Internetrecherche beginnt am 17. Oktober und findet an drei Vormittagen hier im FCZB statt. Seid ihr dabei?

Themen: Allgemein, Gut zu wissen, Web-Allerlei, Weiterbildung | Kein Kommentar »

Wie hältst Du’s mit Facebook?

Von Alexandra Deak | 5. Oktober 2011

„Wie hältst Du‘s mit Facebook?“, an der Gretchenfrage scheiden sich ja oftmals die Gemüter, und zweifeln tun natürlich vor allem jene, die schon etwas länger auf der Welt sind. Von den digital natives, also all jenen, die noch unter 30 sind und somit das Internet quasi mit der Muttermilch aufgesogen haben, sind eh fast alle bei Facebook versammelt.

Täglich über 800.000 Facebook-Neuanmeldungen, über 20   Millionen Nutzer in Deutschland, weltweit mehr als 600.000 Millionen – keine ganz so schlechte Erfolgsbilanz. Die neusten Ideen von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg könnten allerdings auch manch eingefleischten User ins Schwanken bringen: In einer sogenannten Timeline sollen alle Lebensdaten samt Materialien wie Babyfoto, Geburtsurkunde, Hochzeitsfoto bis hin zur Scheidungsurkunde eingestellt werden. Ein echtes Lebensarchiv, von der Wiege bis zur Bahre, soll angelegt werden und damit die bisherige Pinnwand ersetzen. Mal sehen, ob die Facebookerinnen und Facebooker gerne so fleißig archivieren möchten.

Die zweite Erneuerung sprengt den Rahmen meines Vorstellungsvermögens, aber ich versuche mal, das wiederzugeben:  Wenn ein User sich ein Video anschaut, einen Song anhört oder joggen geht, dann soll dies in Echtzeit den Freunden mitgeteilt werden. Die können sich dann auch einschalten und mithören, gucken oder loslaufen. Technisch wird dies über kooperative Unternehmen bzw. deren Apps umgesetzt und über eine Art Liveticker sollen die Aktivitäten übermittelt werden. Übrigens ohne explizite Einverständniserklärung, aber das dürfte ja kaum jemanden wundern. Noch ist es nicht so weit – zumindest nicht in Deutschland, denn hier müssen noch datenschutzrechtliche Fragen geklärt werden. Medial-digitale und reale Existenz? War gestern…

Was die aktuellen Anwendungen angeht, gibt es da ja auch schon genug Bedenken, vor allem Eltern sorgen sich um ihre Kinder.  Am Donnerstag, den 20. Oktober, 17.00 Uhr machen wir daher eine Info-Veranstaltung „Hilfe, mein Kind will zu Facebook – oh no, meine Eltern sind panisch“. Kommt doch auch!

Themen: Allgemein, Web-Allerlei, Web2.0 | 1 Kommentar »

Äußere Werte

Von Alexandra Deak | 15. September 2011

Ab und an lese ich Bewerbungen von Freundinnen und wundere mich, was aus schönen, attraktiven, humorvollen und klugen Frauen so werden kann. Da finden sich Sätze, die so wirken, als wären sie bei “Hesse und Schrader” abgeschrieben worden, Fotos, auf denen die Kulturwissenschaftlerin wie eine Buchhalterin aussieht und die Buchhalterin wie eine Kulturwissenschaftlerin, und unübersichtliche, schlecht formatierte Lebensläufe. Dabei ist es doch kein Geheimnis, dass nicht nur der Inhalt, sondern auch die Form zählt.

Form und Farbe sind natürlich nicht nur fürs Bewerben, sondern bei allen Print- und Webprodukten relevant. Ein flüchtiger Blick, und ich habe mich entschieden, ob und wie ich weiterlese. Bedienungsanleitungen zum Beispiel sind nicht gerade für den Spaßfaktor bekannt, aber die lese ich ja auch nur bedingt freiwillig. „Uups, zeig mal her“, “Was ist denn das?” oder auch “Ah, interessant”:  Wenn dein Flyer, deine Broschüre, Internetseite oder Einladung das hervorruft – well done!

Wenn nicht, ist das auch kein Grund zum Verzagen, denn nächste Woche werden im FCZB wieder die Grundlagen des Layout vermittelt, zwei Wochen später kann mit Adobe InDesign das Wissen vertieft werden, und danach steht Adobe Illustrator auf dem Programm. Die Weiterbildungen gehen jeweils über eine Woche und kosten 90,- / ermäßigt 45,- Euro. Und wie unsere Profi-Trainerin Birgit Heuser gestern noch sagte: “Ähnliche Kurse kosten woanders ein Heidengeld”, ein Schnäppchen also …

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Linux hat Geburtstag! 20 Jahre und sowohl frisch wie weise!

Von ela | 24. August 2011

Nachdem letzen Monat das Internet schon seinen 20. feiern durfte, ist heute Linux an der Reihe. Und was war das bisher für ein aufregendes Leben!

Es geschah in Finnland am 25.8.1991: ein neues Betriebssystem erblickte den Rechner der Welt, Geburtshelfer war Linus Torvald. Zurückhaltend wurde es Linux genannt, nach seinen Ahnen Unix und Linus, Version 0.01. Heute, 20 Jahre später, ist die Zurückhaltung nur noch in den Versionsnummern zu spüren (aktuell ist 3.0.3).
Linux blieb nicht lang bei Linus, auch wenn sie auch heute noch eine gute Beziehung haben. Zu den Erziehern kamen schnell andere, schon 2 Jahre später hatte sich der Ruf so verbreitet, dass ein Asteroid nach ihm benannt wurde!
Durch das nur knapp einen Monat ältere Internet wurden es schnell sehr viel mehr Entwickler\innen, wie viele es heute sind, weiß niemand mehr, wie viele es nutzen auch nicht. Letzteres liegt auch daran, dass viele meinen, mit Linux hätten sie noch nie zu tun gehabt, dabei wissen sie nur nicht, dass z.B. diese Webseite Linux unter der Haube hat. Und falls ihr dies gerade an einem Smartphone lest: die Chancen stehen momentan bei ~40% Prozent, dass ihr mit Linux-Hilfe telefoniert und simst, denn auch Android, Bada und MeeGo gehören zu Linux.
Linux ist sehr vielfältig, die Evolution hat es sich ganz unterschiedlich entwickeln lassen. Heute gibt es allein für Rechner über 300 verschiedene Linuxe (Distributionen), der Newcomer ist Mint und führt momentan die Liste der beliebtesten Distributionen an. Ihr wollt es mal ausprobieren? Dann ladet euch doch bei www.linuxmint.de einfach die kostenlose DVD herunter, brennt sie und startet euren Rechner damit. Ihm und euren Daten wird nichts passieren. Und für ältere Rechner gibt es Mint 11, Codename “Katya” – LXD.
Wenn es euch gefällt, dann installiert es doch auf eurem Rechner, ihr könnt auch das bisherige Betriebsystem (wahrscheinlich Microsoft Windows) unbehelligt lassen. Zum sicheren Homebanking startet ihr aber sicherheitshalber das Linux, denn Viren und Trojaner haben unter Linux kaum eine Chance.

So, und jetzt wird gefeiert!

 

PS: Fast hätte ich es vergessen: Linux ist OpenSource!

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Chancen 2.0 – Social Media und PR

Von Alexandra Deak | 26. Juli 2011

Letzte Woche, an einem Tag, an dem die Sonne schien – ja, den gab es – haben Ela, Gabi und ich einen Ausflug nach Mitte gemacht, zum Social Media Club Berlin. Dort trafen sich Fachleute und Interessierte, um sich mal nicht online, sondern auch mal offline zu vernetzten. Bei einem kalten Getränk, ganz in Echtzeit. Social Media-Experts trugen vor, berichteten über ihren Arbeitsalltag und Projekte.

Im Publikum regte sich anlässlich eines Marketing-Vortrages auch Widerspruch, denn die professionelle und kommerzielle Nutzung von Social Media-Kanälen wird von den meisten Usern mehr als nur kritisch betrachtet. Dass im Netz nicht nur Partybilder hin- und her geschoben, Liebesaffären angezettelt, Fachdiskussionen geführt, Demonstrationen oder gar Revolutionen geplant werden, sondern Kontakte auch fürs Marketing genutzt werden, ist dabei eigentlich nichts Neues. Zumal der Diskurs, gerade in den klassischen Medien, meist eh von den Risiken und weniger von den Chancen bestimmt wird.

Neben all den lustigen Dingen, die man im Web 2.0 so tun kann, wachsen auch die professionellen Aufgaben, unter anderem eben im PR-Bereich. Die Karrierechancen sind derzeit gut, wie auch ein Vortrag von Constanze Buchheim an dem Abend nochmal bestätigte. Unsere neueste Fortbildung „Content & Social Media-Managerin“ greift den Bedarf nach PR-Fachkräften auf. Es wird vermittelt, wie, wo und wann PR im Netz optimal eingesetzt werden kann.

Anlässlich der Fortbildung haben wir auch einen kurzen Audiobeitrag verfasst – unseren ersten, etwas unsicher. Genutzt haben wir Audacity, eine freie Software, die die Teilnehmerinnen neben zahlreichen anderen Tools auch im Kurs kennen lernen. Das Audacity-Training  macht dann übrigens die Profi-Podcasterin Brigitte Hagedorn – inklusive Sprechübungen, aaah, eeeh, iiih, oooh, uuuh …  lauter!

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Sommer-Haiku und eine kleine Gender-Revolution

Von silke buttgereit | 18. Juli 2011

Natürlich muss ein FrauenComputerZentrum auch etwas über eine FrauenFußballWM sagen. Und erst recht über diese, die gestern zu Ende ging.

Dem Nationalismus, der manche bei solchen Veranstaltungen befremdet, wurde der Wind ja bereits im Viertelfinale aus den Segeln genommen. Schade wars allemal, zumal wir nach der ersten Woche den wichtigsten neuen deutschen Namen endlich gelernt hatten: Célia Okoyino da Mbabi. Von da an jedenfalls war nur noch Fußball, dann zwar kein Sommermärchen mehr, sondern Sommer-Haiku und das umso gelungener, wie sogar ARD und ZDF aus ihren Quoten zu berichten wissen.

Original-WM-Haiku WM-Haiku-Variante
Eine Menge bebt
Spann den Ball in den Bogen
Verbreite Freude
Homare Sawa
haut ihn einfach rein
Tor!

 

Ich habe diese WM vom ersten bis zum letzten Moment genossen. Das Eröffnungsspiel habe ich im Stadion gesehen, die Vorrunde mit verhalten deutschem Optimismus erlebt, im Viertelfinale gelitten und doch eingestehen müssen, dass Japan bestechend gut gespielt hat – wahnsinnig effizient, technisch ausgereift und mit unglaublicher Spielintelligenz. Zen oder die Kunst der Raumaufteilung. Nun sind die Japanerinnen mit genau dieser Spielweise am Ende verdient Weltmeisterinnen geworden und ich finde es angemessen und gerecht.

Mein Highlight der WM aber war ein anderes Erlebnis. Kurz vor dem Finale spielte ich mit den beiden Söhnen, 6 und 4 Jahre alt, einer Freundin im Garten Fußball. Ich gegen die beiden. Bevor es richtig losgeht, ruft der eine aus dem Feld mir als Kampfansage entgegen: Ich bin Marta! Der, der im Tor steht, schreit gleich hinterher Und ich Hope Solo!

Bitte mehr Frauen-Weltmeisterschaften!
Und dann bitte vielleicht noch eine Stephanie Jobs…

 

Themen: Allgemein, Bildung & Politik | 2 Kommentare »

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